Springkrautbekämpfung



Unser Ziel: das Haslachtal springkrautfrei

Vorab einige Fakten:

Das „Indische Springkraut“ ist zwar eine Pflanze mit wunderschönen, violetten Blütenständen, doch einmal ausgesät – breitet sie sich wie ein Lauffeuer aus, und verdrängt durch ihr schnelles Wachstum unsere heimische Flora.

Durch die nur faustgroße Wurzel ist die einjährige Pflanze zwar einfach zum Ausreißen, aber nicht geeignet Hänge und Bachufer vor Erosion zu schützen.

Aus einer einzigen Pflanze können 2000 Samen bis zu sieben Meter springen. Die Samen sind 4 bis 5 Jahre keimfähig.

Besonders kritisch wird es, wenn die Samen in ein Fließgewässer fallen. Sie werden mit dem Wasser weitertransportiert und bleiben auf irgendeiner Sandbank liegen.

Wenn dort nur eine Pflanze gut gedeiht, können es im Jahr darauf hunderte Pflanzen und im übernächsten Jahr tausende Pflanzen sein.

Wie geht die Ortsgruppe Lenzkirch bei der Bekämpfung des „Indischen Springkrauts“ vor?

Seit 2006 sind Mitglieder des Schwarzwaldverein Lenzkirch mit der Springkrautbekämpfung zu Gange.

Das vom Fachwart für Naturschutz, Andreas Schellbach, ausgearbeitete Konzept sieht wie folgt aus:

Die Gruppe der „Springkraut–Rupfer“ besteht aus 15 Personen.

Zwei Stammarbeiter und das Aktivteam mit zwei Personen sind in den am stärksten befallenen und gefährdeten Gebieten im Haslachtal tätig.

Von den übrigen 11 Mitarbeitern betreut jeder „sein Gebiet“ für das er zuständig ist. Sollte er Hilfe benötigen, kommt dann „das Aktiv-Team“ als „schnelle Truppe“ zum Einsatz , ist es doch wichtig, das Springkraut frühzeitig, d.h. vor dem „Springen“ auszureißen.

Zwei- bis dreimal im Sommer wird ein befallenes Gebiet kontrolliert.

Zeitlich unabhängig bearbeitet jeder sein Gebiet selbstständig, meist sind es Gruppen von 2 bis 4 Personen die in Aktion treten.

Wie erfolgreich dieses Konzept ist, lässt sich an der Zahl der kontinuierlich sinkenden Arbeitsstunden sehen, waren es 2012 noch 307 Stunden, wurden 2013 nur 235 Stunden benötigt.

Das Urseetal ist schon einige Jahre „springkrautfrei“, und dem kurzfristig aufgetretenen Japan-Knöterich konnte man erfolgreich Herr werden.

Und noch etwas: Wir freuen uns auf neue Mitstreiter!!!

Es ist toll, zu sehen, dass der Einsatz erfolgreich ist.Und dem nicht minder schönen, gelbblühenden, einheimischen Springkraut wieder zum Wachstum verholfen zu haben.



Text und Bild: Doris Vogel


Mitglied


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