Historisches Brunnenhäuschen


Bild: D. Vogel

 

Nach der Restaurierung von Wegekreuzen und der Ruine Urach in den Jahren bis 1996 hat sich der Schwarzwaldverein Lenzkirch unter Leitung von Fachwart Paul Heer der Restaurierung der Brunnstuben im Urseetal angenommen.

1997 wurde der verfaulte Dachstuhl neu errichtet und das Dach mit Schindeln eingedeckt. Die Brunnhäuschen geben Zeugnis von einer ersten Wasserversorgung in Lenzkirch.

Erstmals urkundlich erwähnt sind sie in einem Vertrag vom 21. Dezember 1757 welcher zwischen dem Chirurgius Hans Michael Wiest und dem Pfarrer Josef Sterz geschlossen wurde.

Nachdem Hans Michael Wiest für die Rotgerberei Brunnenwasser benötigte und Pfarrer Sterz um ein solches freundlich ersuchte, wie es in der Urkunde heißt, wurde ihm von dem Pfarrer auf ein Gutachten des „wohledlen und gestrengen Herrn Rat und Obervogt“ versprochen, von dem in seiner „Kuchel“ laufenden Brunnen ein kleines „Röhrle“ voll Wasser zukommen zu lassen und sich ausbedungen:

Zitat aus dem Vertrag: „Wenn aber und zum Dritten ein Wassermangel sich ereignete, dergestalt, dass ich, der Pfarrer, in meiner Kuchel und zur Unterhaltung der Fisch nicht eine starke Röhre voll Wasser habe, soll er, Wiest, das Wasser so lange mangeln, bis ein solches wiederum in Genüge vom Quell her laufet und sollte er keineswegs berechtigt sein, meinen in der Kuchel und Fischhaus laufenden Brunnen zu schwächeln, viel weniger gar zu nehmen.“


Bild und Text: U. Hildebrandt

 

 

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